Photoshop Retouch Nr. 9: Colorlook

Guten Morgen!

Lange ist es her, nun hab ich endlich wieder Zeit gefunden um hier weiter zu schreiben. :D Thema heute: Colorlooks. Ich wird jetzt nicht noch lange herum schreiben, sondern fange gleich damit an. Ich gliedere das Ganze mal in 2 Unterteilungen:

  • Welche Möglichkeiten habe ich um Colorlooks zu erstellen? (Korrekturen, Ebenen usw.)
  • Wie erstelle ich Colorlooks? (Welche Farbkombos? Wieviele Farben? Triade? Schattierung, usw.)

Technische Möglichkeiten

Um es gleich vorneweg zu nehmen: Es gibt keine einfache Lösung. Wie fast immer, gibt es verschiedene Varianten um zum Ziel zu gelangen.

Verlaufsumsetzung

Diese Technik benutze ich primär um einen groben Anhaltspunkt zu erhalten, bevor ich zu viel Zeit in einen falschen Colorlook investiere. Verlaufsumsetzungen funktionieren dort gut, wo ein konstanter Verlauf von hell nach dunkel gemacht werden soll.

Hierbei wiederspiegelt der rechte Teil die Schatten, der Linke Teil die Lichter. Mit einem Klick auf die Farbe kann diese aus dem Farbpicker ausgewählt werden. Vorteil dieser Variante: Schnelles Preview des Lookes. Oftmals verwende ich diese Ebene im "weichen Licht" Modus. Hier gilt aber: Je nach Lust und Laune auch ein anderer Modus.

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Gradationkurve

Gradationskurven sind aus meiner Sicht sehr einfach zu handeln und eignen sich deshalb besonders gut. Hierbei sind insgesamt 6, angeschrieben sind 3 Farben zum Bearbeiten von Hell und Dunkel: Rot, Grün und Blau (RGB). Dazu sind natürlich auch die jeweiligen Komplementärfarben in der Gradationskurve enthalten: Cyan, Magenta und Gelb. 

Grundsätzlich kann bei einer Gradationskurve jeweils das ganze RGB-Farbspektrum angesprochen werden, d.h. ein Bild wird dunkler oder heller, oder man wählt wie hier jetzt jeweils 1 der 3 Farben aus und gibt dem Bild beispielsweise mehr Blau und weniger Cyan. 

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Um die Gradationskurve schnell zu erklären: Zieh man einen Punkt Richtung oben Links, also Weiss, so wird die jeweilige Farbe hinzugefügt. Zieht man gegen unten rechts, wird die Farbe abgezogen und die Komplementärfarbe hinzugefügt. So kann man sehr genau steuern in welchen Luminanzen welcher Farbton hinzugefügt werden soll.

Luminanzmasken

Ja, auch Luminanzmasken kann man für Colorlooks brauchen. Funktioniert im Prinzip wie üblich. Die Luminanzmaske wird jedoch auf eine Farbebene angewendet. Vorteil hierbei: Man sieht genau welche Helligkeit angesteuert wird. Zusätzlich kann diese Variante auch problemlos mit den oberen beiden Techniken kombiniert werden und noch feinere Abstimmungen zu machen.

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Worauf achte ich, wenn ich Colorlooks erstelle?

Die gängigsten Kombinationen sind Folgende:

  • Komplementär
  • Triade
  • Ähnliche

Komplementär

Komplementärkontraste eignen sich dann gut, wenn 2 Farben im Bild überwiegen. Bsp. Licht und Schatten. Andererseits kann dieser Kontrast auch genutzt werden um das Hauptelement vom Rest zu separieren und hervorzuheben. 

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Triade

Wie der Name schon sagt, beinhaltet dieser Kontrast 3 verschiedene Komplementärfarben. Brauch ich eher selten, wenn ich diesen brauche, meist um Farben im Bild selber so aufeinander abzustimmen, dass diese zueinander passen: Landschaftsbild mit Grünen Tannen, gelblichen Laubbäumen und einem grün verwachsene Fluss => Gelb wird zu Rot, Grün zu Blau. Triade: Rot Grün Blau

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Ähnliche

Ähnliche Farbtöne bieten sich dann an, wenn das Bild viele, nicht weit auseinanderliegende Farbtöne beinhaltet. Mit dieser Methode werden herausstechende Farben so ins Farbmuster des Bildes eingegliedert. So ergibt sich eine schöne Farbabstufung im Bild.

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Behält man sich diese Farbmuster/Kontraste im Hinterkopf, kann man sich so eine Menge Arbeit sparen und erhält schon beim Shooting sehr coole Resultate. Zudem spielen diese Farblooks im Unterbewusstsein immer ein Rolle und manipulieren den Betrachter gewollt. 

Wieso solltest auch du nicht die Betrachter deiner Bilder manipulieren? ;)

Ich wünsche viel Spass beim Ausprobieren.

Cedric