Photoshop Retouch Nr.6: Checklayers

Hello!

Im heutigen Blogpost möchte ich etwas übers Thema Checklayers erzählen. Was ist das und wann benutze ich diese?

Checklayers sind im Grund genommen temporäre Ebenen in Photoshop, die mir das Bearbeiten vereinfachen. Ich benutze im Moment 3 verschiedene:

  1. Solar Curve
  2. Schwarzweiss (Rotbetonung)
  3. Invert

Solar Curve

Die Solar Curve sieht ziemlich wild aus, ist aber für mich besonders hilfreich. Mit Hilfe dieser bin ich in der Lage relativ schnell zu sehen, wo sich gleiche Tonwerte befinden.

 Was heisst das konkret? Die Solar Curve ist den Höhenlinien auf Karten sehr ähnlich: Nur das hier keine Höhenangaben vorhanden sind, sondern verschiedene Farben, welche verschiedene Farbhelligkeiten/ Farben wiedergeben. Das wiederum kann ich brauchen, falls ich etwas retuschieren muss, und die gleiche Farbhelligkeit brauche. Oder ganz einfach beim Dodge & Burn Tool.

Im linken Bild ist die Solar Curve; Im rechten Bild habe ich versucht das Ganze noch ein wenig zu verdeutlichen. Die Linien sollen die gleichen Tonwerte im Bild verdeutlichen.

Die Solar Curve lässt sich relativ simpel in Photoshop erstellen:

Zuerst ganz einfach eine neue Gradiationskurve erstellen. Als Nächstes 4 Punkte erstellen und wie im Bild gezeigt nach oben und unten ziehen. Durch das entsteht dieser "Effekt".

 

Schwarzweiss (Rotbetonung)

Die Schwarzweiss (Rotbetonung) Ebene benutze ich praktisch nur für Hautretuschen. Durch die Rotbetonung werden Unreinheiten in der Haut sehr viel sichtbarer als dass sie eigentlich sind. Ich benutze diese Ebene auch gerne um die Dodge & Burn Ebene(n) zu unterstützen. Gerade wenn ich Falten wegretuschiere und die Hautstruktur erhalten möchte, ist es für mich sehr viel einfacher, wenn ich mich nur mit Helligkeitsunterschieden auseinandersetzen muss. Das gilt natürlich auch für ein allgemeines Retuschieren der Haut. Beispiel Stirn: In den seltensten Fällen ist die Haut dort gleichmässig. D.h. ich muss mit Sicherheit noch nachkorrigieren. Genau dann, ist es von Vorteil, wenn ich nicht durch Farben abgelenkt werde.

Nun zum erstellen der Schwarzweiss-Ebene:

Auch diese temporäre Ebene ist fix gemacht. Dazu mache ich einfach eine Schwarzweiss-Korrektur. Danach ziehe ich die Rot- und Gelbtöne ins Negative. (Hauttöne bestehen ja hauptsächlich aus Rot und Orange). Dadurch erhalte ich Kontrast im Hautton, welcher mir erlaubt Unreinheiten sehr viel besser zu sehen.

Invert

Die Invert-Ebene brauche ich hauptsächlich um dem Auge nochmals einen anderen Input zu geben. Oftmals liegt nämlich das Problem beim Bearbeiten, dass sich die Augen zu schnell ans Bild "gewöhnen". Hierzu ist es dann sehr hilfreich nochmals einen anderen Input zu geben.

Die Invert Ebene ist auch ganz fix gemacht. Dazu einfach auf die Korrekturen gehen und das Invert Icon auswählen. Danach erstellt sich die Ebene von alleine.

Diese 3 Methoden lassen sich natürlich auch kombinieren, falls nötig.

Das wäre es dann auch schon gewesen!

Cédric