Photoshop Retouch Nr.2: Fake Schnee

Heutige Wetteraussichten: Leichter Schneefall in Photoshop

Nach dem letzten Automotive Shooting habe ich wieder Freude an der Auto-Fotografie gefunden. Meine Idee fürs nächste Bild: Weisses Auto in weisser Landschaft mit Schneefall. Aber wie Petrus will, ist momentan nicht gerade eine winterliche Stimmung vorhanden. Was tun? Genau, einfach in Photoshop Schnee erzeugen. So gets:

1 .Der richtige Pinsel:

Dieser sollte die im Bild gezeigte Form haben. Wichtig ist 2 Punkte zu zeichnen, welche möglichst weit voneinander entfernt sind, da ansonsten ein Muster erkennbar sein wird.

Ohne weitere Einstellung siehts so aus:

2. Weitere Einstellungen:

Gleich rechts neben der Brush-Auswahl kann man die erweiterten Einstellungen öffnen. Im Menu Pinselform interessiert nur der Abstand. Dieser sagt Photoshop wie weit die einzelnen Punkte voneinander entfernt sind. Da der Abstand je nach Bild und Ziel anders ist, an dieser Stelle keine konkrete Zahl.

In den Formeigenschaften nun wichtig die beiden Regler Grössen-Jitter und Winkel-Jitter auf 100% einzustellen. Den Rundheits-Jitter stelle ich meistens auf ca. 40% ein. Grössen-Jitter lässt die einzelnen Punkte in der Grösse variieren, Winkel-Jitter den Pinsel zufällig in jegliche Richtung drehen und Rundheits-Jitter macht die Punkte je nachdem mehr oder weniger zu einem Oval.

Ein Pinselstrich sieht nach diesen Einstellungen so aus:

Um dem Pinsel noch einen wilderen Look zu geben kann man die Streuung aktivieren. Selbsterklärend.

Da Schnee nicht immer gleich dicht fällt, ist es wichtig den Deckkraft-Jitter zu aktivieren. Durch Diesen wird eine einzelne Flocke mehr oder weniger deckend.

Der Pinsel für Schnee ist soweit eingestellt und kann verwendet werden. Wie man ihn verwendet ist aber eine andere Sache:

3. Verschiedene Ebene für Tiefe im Bild

Schnee fällt bekanntlich nicht immer auf der selben Stelle. Deshalb teile ich mir das Bild immer in verschiedene Ebenen ein. Auf jeder Ebene ist die Grundgrösse des Pinsels anders:

Habe ich mir die Ebenen zurechtgelegt und den Schnee mit verschiedenen Grössen auf jeder Ebene gezeichnet siehts wie folgt aus:

Jetzt ist schon mal Schnee im Bild. Was aber auffällt: Der Schnee ist ganz klar vom restlichen Bild abgegrenzt und hat auch keine Bewegung.

Um dem Schnee eine Dynamik zu geben benutze ich für jede Ebene einmal den Gausschen Weichzeichner und die Bewegungsunschärfe:

Schliesslich sieht der Schnee so aus:

4. Wolken simulieren

Wenn Schnee fällt, sieht man oft nicht all zu weit, deshalb füge ich zum Schluss noch Wolken resp. Nebel ein. Als Pinsel verwende ich den ganz normalen Runden, aber mit den Formeingenschaften und Transfer aktiviert. (Selbe Einstellungen wie für den Schnee-Brush)

Done! So einfach gehts!

Cedric