Photoshop Retouch Nr. 9: Colorlook

Guten Morgen!

Lange ist es her, nun hab ich endlich wieder Zeit gefunden um hier weiter zu schreiben. :D Thema heute: Colorlooks. Ich wird jetzt nicht noch lange herum schreiben, sondern fange gleich damit an. Ich gliedere das Ganze mal in 2 Unterteilungen:

  • Welche Möglichkeiten habe ich um Colorlooks zu erstellen? (Korrekturen, Ebenen usw.)
  • Wie erstelle ich Colorlooks? (Welche Farbkombos? Wieviele Farben? Triade? Schattierung, usw.)

Technische Möglichkeiten

Um es gleich vorneweg zu nehmen: Es gibt keine einfache Lösung. Wie fast immer, gibt es verschiedene Varianten um zum Ziel zu gelangen.

Verlaufsumsetzung

Diese Technik benutze ich primär um einen groben Anhaltspunkt zu erhalten, bevor ich zu viel Zeit in einen falschen Colorlook investiere. Verlaufsumsetzungen funktionieren dort gut, wo ein konstanter Verlauf von hell nach dunkel gemacht werden soll.

Hierbei wiederspiegelt der rechte Teil die Schatten, der Linke Teil die Lichter. Mit einem Klick auf die Farbe kann diese aus dem Farbpicker ausgewählt werden. Vorteil dieser Variante: Schnelles Preview des Lookes. Oftmals verwende ich diese Ebene im "weichen Licht" Modus. Hier gilt aber: Je nach Lust und Laune auch ein anderer Modus.

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Gradationkurve

Gradationskurven sind aus meiner Sicht sehr einfach zu handeln und eignen sich deshalb besonders gut. Hierbei sind insgesamt 6, angeschrieben sind 3 Farben zum Bearbeiten von Hell und Dunkel: Rot, Grün und Blau (RGB). Dazu sind natürlich auch die jeweiligen Komplementärfarben in der Gradationskurve enthalten: Cyan, Magenta und Gelb. 

Grundsätzlich kann bei einer Gradationskurve jeweils das ganze RGB-Farbspektrum angesprochen werden, d.h. ein Bild wird dunkler oder heller, oder man wählt wie hier jetzt jeweils 1 der 3 Farben aus und gibt dem Bild beispielsweise mehr Blau und weniger Cyan. 

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Um die Gradationskurve schnell zu erklären: Zieh man einen Punkt Richtung oben Links, also Weiss, so wird die jeweilige Farbe hinzugefügt. Zieht man gegen unten rechts, wird die Farbe abgezogen und die Komplementärfarbe hinzugefügt. So kann man sehr genau steuern in welchen Luminanzen welcher Farbton hinzugefügt werden soll.

Luminanzmasken

Ja, auch Luminanzmasken kann man für Colorlooks brauchen. Funktioniert im Prinzip wie üblich. Die Luminanzmaske wird jedoch auf eine Farbebene angewendet. Vorteil hierbei: Man sieht genau welche Helligkeit angesteuert wird. Zusätzlich kann diese Variante auch problemlos mit den oberen beiden Techniken kombiniert werden und noch feinere Abstimmungen zu machen.

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Worauf achte ich, wenn ich Colorlooks erstelle?

Die gängigsten Kombinationen sind Folgende:

  • Komplementär
  • Triade
  • Ähnliche

Komplementär

Komplementärkontraste eignen sich dann gut, wenn 2 Farben im Bild überwiegen. Bsp. Licht und Schatten. Andererseits kann dieser Kontrast auch genutzt werden um das Hauptelement vom Rest zu separieren und hervorzuheben. 

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Triade

Wie der Name schon sagt, beinhaltet dieser Kontrast 3 verschiedene Komplementärfarben. Brauch ich eher selten, wenn ich diesen brauche, meist um Farben im Bild selber so aufeinander abzustimmen, dass diese zueinander passen: Landschaftsbild mit Grünen Tannen, gelblichen Laubbäumen und einem grün verwachsene Fluss => Gelb wird zu Rot, Grün zu Blau. Triade: Rot Grün Blau

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Ähnliche

Ähnliche Farbtöne bieten sich dann an, wenn das Bild viele, nicht weit auseinanderliegende Farbtöne beinhaltet. Mit dieser Methode werden herausstechende Farben so ins Farbmuster des Bildes eingegliedert. So ergibt sich eine schöne Farbabstufung im Bild.

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Behält man sich diese Farbmuster/Kontraste im Hinterkopf, kann man sich so eine Menge Arbeit sparen und erhält schon beim Shooting sehr coole Resultate. Zudem spielen diese Farblooks im Unterbewusstsein immer ein Rolle und manipulieren den Betrachter gewollt. 

Wieso solltest auch du nicht die Betrachter deiner Bilder manipulieren? ;)

Ich wünsche viel Spass beim Ausprobieren.

Cedric

 

Photoshop Retouch Nr. 8: Luminanzmasken

Hello!

Nach einer längeren Pause auf meinem Blog melde ich mich zurück mit dem Thema Lumianzmasken. Ich möchte dir hier mal einen Einblick in meine Arbeitsweise resp. Verwendung von Luminanzmasken (LM) geben. Denn ich sehe öfters Fotografen oder auch Retoucher, die LM "nur" für Landschaftsbilder verwenden. Was für mich wiederum ein Wenig unsinnig ist. Wenn man schon die Option von LM hat, sollte man die doch auch in anderen Bereichen verwenden und einen Blick über den Tellerrand wagen. :)

Bevor ich jedoch meine Verwendung von LM erkläre, möchte ich zuerst auf die Technik zu sprechen kommen. Ohne ein Verständnis dafür, wird's schwierig eine Verwendung zu finden.

Was ist eine Luminanzmaske?

Wie der Name sagt, befassen sich LM mit der Luminanz und Masken. Luminanz ist grob gesagt eine Referenz für die Helligkeit im Bild. D.h. also mit LM erstellt man Masken anhand der Helligkeit im Bild. Folglich können so zum Beispiel die Lichter im Bild maskiert werden und gezielt bearbeitet werden. Oder Bilder eines Bracketings zusammengefügt werden.

Aber nun zur LM selber. So werden sie erstellt:

Als aller erste, gleich mal auf die Kanäle wechseln. Ich rate zum RGB-System. Danach ganz einfach mit gedrückter STRG Taste auf den RGB Kanal klicken. So entsteht ein Luminanzauswahl des RGB Kanals. Dann unten auf das Maskierungssymbol klicken und die erste Auswahl entsteht:

Um nun noch hellere Bereiche auszuwählen, folgende Tasten drücken und auf den Kanal Alpha 1 anwenden: STRG+ALT+Shift. Daraus wiederum einen Kanal generieren. Achtung: Bitte nicht die vorherige Auswahl aufheben. Ansonsten entsteht nochmals der gleiche Kanal. Dieser Vorgang kann nun so lange wiederholt werden, bis genügend viele Lichter-Kanäle generiert wurden. Ich benutze jeweils 5 Lichter, 5 Tiefen und 5 Mitteltöne.

Das ganze sieht nun so aus:

Um die Tiefen zu generieren, werden nun die Kanäle einzeln mit Shift ausgewählt und die Auswahl mit STRG+Shift+I umgekehrt. Oder gleich wie vorher. Nur, dass zuerst noch die Auswahl invertiert werden muss. Danach sollten wieder 5 verschiedene Kanäle für die Tiefen da sein:

Um die 5 Mittelton Kanäle zu generieren muss jeweils der Schattenkanal und der dazugehörige Lichtkanal von der Gesamtauswahl subtrahiert werden. Die Gesamtauswahl wird mit STRG+A gemacht. Danach auf die jeweiligen Kanäle fahren und mit STRG+ALT diese Abziehen. Sind beide Kanäle von der Gesamtauswahl abgezogen, entsteht ein Mittelton Kanal:

Da solche LM zum erstellen sehr mühsam sind, habe ich mir eine Aktion zurecht gelegt. Die ich am Ende des Eintrags zum Download verlinkt habe. :)

 

Da ich ja jetzt die Erklärt habe wie Luminanzmasken erstellt werden, würde ich noch gerne die anderen Andwendungsbereiche, also meine Anwendungsbereiche erklären.

Ich für meinen Teil brauche die LM für 3 Bereiche:

1.Bracketing

Dazu muss ich nicht mehr viel erklären. Ist halt der klassische Anwendungsbereich.

2.Colorlook

Das scheint vielleicht auf den ersten Blick ein Wenig komisch, aber überlegt man sich das ganze ein Bisschen länger macht es Sinn. Mit dieser Methode kann ich ziemlich einfach und genau die Lichter und Schatten ansteuern und diese mit einer beliebigen Methode einfärben. Klar kann ich das auch mit einer Gradientmap, aber es gibt Situationen, da gelingt mir der Colorlook mit LM besser.

.Schatten einfügen

Wer meine Arbeiten schon länger verfolgt, der weiss, dass ich sehr gerne Fahrzeuge in anderen Locations einfüge. Prinzipiell gerne Composings mache. Nun scheitert ein Composing oftmals an einem schlechtem Schatten. Ich habe dieses Problem früher oft gehabt und habe lange nach einer Lösung gesucht. Bis ich auf die Idee gekommen bin, den originalen Schatten einfach in das gewollte Bild einzufügen. Realistischer geht nicht.

Ich hab das ganze mal noch in ein GIF verpackt und versucht zu veranschaulichen:

Das wär´s dannauch wieder gewesen. Nächstes mal gibt's die Colorlooks!

Ach ja: Hier noch der Link zu den Luminanzmasken:

 

Viel Spass beim Ausprobieren!

Cedric

 

 

 

 

 

Milchstrasse fotografieren! Wie ich sie fotografiere und wie DU das auch kannst.

Hello!

Gerade sitze ich draussen vorm Laptop und schreibe an diesem Blogeintrag. Seit mehreren Minuten versuche ich eine gescheite Einleitung zu schreiben, aber bisher ohne Erfolg. Darum geh ich gleich zum Thema über:

In diesem Blogeintrag möchte ich dir, liebe/r Leser/in, mein Setup fürs Milchstrasse fotografieren zeigen. 

Ich unterteile diesen Blogeintrag mal gekonnt in folgende Teile auf:

  • Equipment
  • Einstellungen in der Kamera + Regeln
  • Planung des Shootingortes

 

Equipment

Die Milchstrasse zu fotografieren benötigt glücklicherweise nicht viel Equipment. Dazu notwendig sind eigentlich nur eine Kamera, ein Weitwinkelobjektiv und ein Stativ. Ich verwende für meine Bilder eine Canon 6D und das 16-35mm f/2.8 L mit einem Manfrotto Stativ.

Die Kamera

Als Kamera kann ich nur wärmstens eine Vollformat-Kamera empfehlen. Wieso? Ganz einfach: 

  1. Um einen schönen Ausschnitt der Milchstrasse zu fotografieren, ist es zwingend mit einem Weitwinkelobjektiv zu arbeiten. Dazu bietet sich natürlich ein Vollformatsensor ohne Cropfaktor an. Bei einem Sensor mit Cropfaktor würde die Brennweite wieder mit diesem verrechnet werden und der Bildausschnitt sofort kleiner. Also kontraproduktiv.
  2. Vollformat hat aufgrund des grösseren Sensors tendenziell weniger Rauschen. Das ist natürlich ein Faktor, welcher in der Astrofotografie eine grössere Gewichtung hat. Ein Bild der Milchstrasse kann noch so schön sein, aber wenn durch das Rauschen alle Details verloren gehen, ist es trotzdem unbrauchbar.

Nachteil einer Vollformatkamera: Der Preis. 

Das Objektiv

Weitwinkel ist hier das Zauberwort. Ohne Weitwinkel wird's schwierig solch einen Ausschnitt zu erhalten:

Das obige Bild habe ich bei Brennweite 16mm gemacht. Bei einer längeren Brennweite, würde einfach ein kleinerer Ausschnitt zu sehen sein. Zusätzlich sollte das Objektiv offenblendig sein. D. h. eine 2.8er Blende oder grösser ist von Vorteil, jedoch nicht zwingend. Eine grosse  Blende ist vorallem dann hilfreich, wenn man mit kürzeren Belichtungszeiten arbeitet, ohne das Bild zu unterbelichten.

Kurz zusammengefasst sollte das Objektiv also folgende Eigenschaften besitzen: ca. 16mm Brennweite (Vollformat) und Offenblende (f/2.8 oder grösser). 

Natürlich kann das ganze Setup auch auf einer "Cropfaktor-Basis" aufgebaut werden. Wenn Du jedoch, so wie ich, auf die best mögliche Qualität aus bist, empfehle ich ein Vollformat-System.

Als Zwischenlösung bietet sich eine Mischung aus Cropsensor-Kamera mit einem L Objektiv an.  Würdest du später die Kamera upgraden, lässt sich das Objektiv trotzdem noch verwenden. 

Das Stativ

Ein Stativ ist ein absolutes Muss! Ausser du kannst deine Kamera für 20s regungslos halten. :D Zum Stativ selber gibt's prinzipiell nicht viel zu sagen. Es sollte stabil sein, sodass die Aufnahmen nicht verwackeln.

 

Einstellungen in der Kamera + Regeln

Grundsätzlich arbeite ich immer mit den gleichen Einstellungen:

20s / ISO 3200 oder 4000 / Blende 2.8

Die Verschlusszeit sollte mit einer Regel berechnet werden. Grund hierfür ist die Rotation der Erde. Wählst du die Verschlusszeit zu lang, so verwischt die Milchstrasse. So würden dann Startrails entstehen. Ich verwende fürs berechnen der Verschlusszeit diese Faustregel: 

500/Brennweite(mm) = Verschlusszeit 

D.h bei einer Brennweite von 16mm (Vollformat) erhalte ich eine max. Verschlusszeit von 31.25s. Ich verwende trotzdem eine kürzere Verschlusszeit, einfach um sicher zu gehen. Jede längere Verschlusszeit würde bei 16mm zu Startrails führen.

Beim ISO darfst du dir sehr gerne die Frage stellen, wieso dieser jetzt so hoch eingestellt ist. Jetzt hat der doch gerade erst geschrieben, dass er das Rauschen verhindern möchte indem er einen Vollformatsensor anstelle eines Cropsensor benützt, und jetzt so was?! 

Ja. Das hat einen Grund: Die Kamera ist gar nicht im Stande mit einem tieferen ISO und dieser Verschlusszeit genügend Licht einzufangen, sodass die Milchstrasse sichtbar würde. Darum ISO 3200/4000.

Blendentechnisch arbeite ich immer mit der grösst möglichen Blende. Grössere Blende = Mehr Licht bei gleicher Verschlusszeit. Daraus kann auch der Schluss gezogen werden, dass mit einer grösseren Blende, eine kürzere Verschlusszeit möglich ist! 

 

Planung des Shootingortes

Zuerst einmal solltest du soweit wissen, wann und wo die Milchstrasse sichtbar ist. Hierfür gibt es Apps wie Photopills oder Star Walk. Grundsätzlich ist das Zentrum unserer Galaxy, also die Milchstrasse in unseren Breitengraden im Sommer sichtbar. Weiter zu beachten sind folgende Faktoren: Mondstand, Wolken und Lichtverschmutzung.

Es macht absolut keinen Sinn bei Vollmond oder bewölktem Himmel die Milchstrasse zu fotografieren. Bei Vollmond ist einfach zu viel Gegenlicht vorhanden und ein bewölkter Himmel sollte selbsterklärend sein. 

Nicht zu unterschätzen ist auch die Lichtverschmutzung. Ich empfehle jeweils einen Abstand von ca. 50km zur nächsten Stadt. Zudem solltest du einen Standort südlich der Stadt wählen, da die Milchstrasse auch südlich am Himmel steht. Ansonsten sind die 50km nutzlos. 

D.h. optimale Bedingungen sind folgende: Sommer, Neumond, wolkenloser Himmel und ein geschickt gewählter Standort. 

Befolgst du diese Ratschläge, sollte deinem Milchstrassebild nichts mehr im Weg stehen. 

Gut Licht,

Cédric

Making Of: Red Queen / A250 S

Hello!

Heute gibt's das Making Of zum Red Queen Shot! Fotografiere ich Autos, scoute ich dementsprechend zuerst die Locations, an denen ich diese fotografieren möchte. Das hat einfach damit zu tun, dass Autos in der Regel eher schwierig zu fotografieren sind. Zudem erstelle ich mir ein Konzept/Thema passend zum Auto.

Also erzähle ich doch gleich was übers Konzept vom Red Queen Shot:

Wär sich die Bilder mal etwas genauer anschaut, oder weiss wie das Auto im "Normalzustand" aussieht, der weiss, dass viele kleine, rote Akzente im und am Auto vorhanden sind. Daher war es von Anfang an meine Idee den Mercedes in einem roten Hintergrund zu platzieren. Gut. Aber wo gibt es ein rotes Gebäude? Ich kenne im Moment keines. Darum war es für mich oberste Priorität einen Hintergrund zu finden, welcher von seiner Farbe lebt.

Aus diesem Grund bot sich die Garagenanlage der Postautos in Laufen ideal an. Einziges Problem: Die Garagenanlage ist Gelb und nicht Rot. Was nun? Kein Problem: Wer mich ein Wenig kennt, der weiss, dass ich liebend gerne in Photoshop Sachen ausprobiere und zusammenfüge. Oder wie hier, einfach mal die Farbe von Gelb nach Rot wechseln.

So weit so gut. Die Frage nach der Tageszeit erübrigte sich relativ schnell. Der Mercedes ist schwarz, d.h. er reflektiert alles. Um dieses Problem zu eliminieren bieten sich 2 Lösungsansätze an: Entweder ich fotografiere gegen Abend auf einem offenen Gelände, damit sich die Reflektionen relativ sauber halten, oder ich fotografiere Nachts und arbeite mit Dauerlicht und "male" so die Reflektionen gewollt wieder zurück aufs Auto.

Da offensichtlich die Garage kein offenes Gelände ist, kam nur die 2te Variante in Frage.

 

Komme ich nun zum eigentlichen Fotografieren:

Wenn ich oder allg. jeder Fotograf ein Auto mit Dauerlicht beleuchtet, sollte immer folgender Gedanke im Hinterkopf behalten werden:

Beleuchtet wird das Auto nicht, damit es beleuchtet ist, sondern um seine Formen und Konturen hervorzuheben.

Schliesslich haben sich die Designer des Autos auch etwas überlegt. Zudem ist es wichtig, das Auto nicht nur mit dem Dauerlicht zu beleuchten, sondern auch Umgebungslicht mit einzubeziehen. Hier ist das nur das Licht von Oben und die dadurch entstehenden Reflektionen auf Windschutzscheibe und Motorhaube. Würde das Auto von allen Seiten beleuchtet, verliert es den Bezug zur Hintergrund.

Ich habe mal versucht das in den untenstehenden Bilder zu verdeutlichen:

Das hier ist übrigens ein Bild von der Mercedes Website. http://www.mercedes-benz.ch/content/switzerland/mpc/mpc_switzerland_website/de/home_mpc/passengercars/home/new_cars/models/a-class/w176/facts_/design.html

Um die Konturen/Formen optimal hervorzuheben ist es notwendig mehrere Bilder/Beleuchtungen zu machen. Es ist schlichtweg nicht möglich alle Formen zu beleuchten und dann noch saubere Reflektionen zu erhalten. Für das folgende Bild habe ich 6 Einzelbilder benötigt:

Ins detaillierte Zusammenbauen der Einzelbilder werden nicht genauer eingehen, das es sich nur um einfaches maskieren handelt. Ich habe noch zum Schluss ein kleines Video, dass die Einzelschritte zeigt:

Die beiden fertigen Bilder sehen in der Kombination so aus:

Für beide Bilder habe ich jeweils ca. 2 Stunden in Photoshop gebraucht, bis ich jeweils die einzelnen Bilder so zusammengefügt hatte, wie ich wollte.

Mit dem Ergebnis bin ich mehr als zufrieden.

Cédric

 

Photoshop Retouch Nr.6: Checklayers

Hello!

Im heutigen Blogpost möchte ich etwas übers Thema Checklayers erzählen. Was ist das und wann benutze ich diese?

Checklayers sind im Grund genommen temporäre Ebenen in Photoshop, die mir das Bearbeiten vereinfachen. Ich benutze im Moment 3 verschiedene:

  1. Solar Curve
  2. Schwarzweiss (Rotbetonung)
  3. Invert

Solar Curve

Die Solar Curve sieht ziemlich wild aus, ist aber für mich besonders hilfreich. Mit Hilfe dieser bin ich in der Lage relativ schnell zu sehen, wo sich gleiche Tonwerte befinden.

 Was heisst das konkret? Die Solar Curve ist den Höhenlinien auf Karten sehr ähnlich: Nur das hier keine Höhenangaben vorhanden sind, sondern verschiedene Farben, welche verschiedene Farbhelligkeiten/ Farben wiedergeben. Das wiederum kann ich brauchen, falls ich etwas retuschieren muss, und die gleiche Farbhelligkeit brauche. Oder ganz einfach beim Dodge & Burn Tool.

Im linken Bild ist die Solar Curve; Im rechten Bild habe ich versucht das Ganze noch ein wenig zu verdeutlichen. Die Linien sollen die gleichen Tonwerte im Bild verdeutlichen.

Die Solar Curve lässt sich relativ simpel in Photoshop erstellen:

Zuerst ganz einfach eine neue Gradiationskurve erstellen. Als Nächstes 4 Punkte erstellen und wie im Bild gezeigt nach oben und unten ziehen. Durch das entsteht dieser "Effekt".

 

Schwarzweiss (Rotbetonung)

Die Schwarzweiss (Rotbetonung) Ebene benutze ich praktisch nur für Hautretuschen. Durch die Rotbetonung werden Unreinheiten in der Haut sehr viel sichtbarer als dass sie eigentlich sind. Ich benutze diese Ebene auch gerne um die Dodge & Burn Ebene(n) zu unterstützen. Gerade wenn ich Falten wegretuschiere und die Hautstruktur erhalten möchte, ist es für mich sehr viel einfacher, wenn ich mich nur mit Helligkeitsunterschieden auseinandersetzen muss. Das gilt natürlich auch für ein allgemeines Retuschieren der Haut. Beispiel Stirn: In den seltensten Fällen ist die Haut dort gleichmässig. D.h. ich muss mit Sicherheit noch nachkorrigieren. Genau dann, ist es von Vorteil, wenn ich nicht durch Farben abgelenkt werde.

Nun zum erstellen der Schwarzweiss-Ebene:

Auch diese temporäre Ebene ist fix gemacht. Dazu mache ich einfach eine Schwarzweiss-Korrektur. Danach ziehe ich die Rot- und Gelbtöne ins Negative. (Hauttöne bestehen ja hauptsächlich aus Rot und Orange). Dadurch erhalte ich Kontrast im Hautton, welcher mir erlaubt Unreinheiten sehr viel besser zu sehen.

Invert

Die Invert-Ebene brauche ich hauptsächlich um dem Auge nochmals einen anderen Input zu geben. Oftmals liegt nämlich das Problem beim Bearbeiten, dass sich die Augen zu schnell ans Bild "gewöhnen". Hierzu ist es dann sehr hilfreich nochmals einen anderen Input zu geben.

Die Invert Ebene ist auch ganz fix gemacht. Dazu einfach auf die Korrekturen gehen und das Invert Icon auswählen. Danach erstellt sich die Ebene von alleine.

Diese 3 Methoden lassen sich natürlich auch kombinieren, falls nötig.

Das wäre es dann auch schon gewesen!

Cédric

 

 

 

Photoshop Retouch Nr.4: Milchstrasse bearbeiten

Hello

Milchstrasse in Photoshop bearbeiten. Ich zeige dir hier (m)einen Weg, die Milchstrasse zu bearbeiten und hervorzuheben.

Gleich zu Beginn: Ja die Milchstrasse ist so, wie man sie von Bildern kennt, nicht zu sehen. Auch nicht in den Bergen. Das liegt einfach daran, dass unsere Augen nicht für Nacht-, sondern für Farbsehen gemacht sind.

Also: hier das aus Lightroom exportierte, grundbearbeitete Bild: Was hab ich gemacht: Lichter runter, Tiefen hoch und bei Schwarz und Weiss wieder Kontrast reingebracht. Sonst nichts.

Als erstes gibt's bei mir immer eine Gradiationskurve: Dort kann ich mit dem "Handtool" Farbwerte direkt aus dem Bild auswählen, sprich ich kann einen dunklen und einen hellen Punkt auswählen:

Hab ich die beiden Punkte gefunden, wird über diese eine mittlere S-Kurve gemacht. Diese verstärkt die hellen/dunkel Teile der Milchstrasse => Kontrast. Das Ganze maskiere ich dann nach Bedarf, sodass nur die Milchstrasse leicht bearbeitet wird.

Aufzupassen ist bei Lichtverschmutzung: Hier zu sehen als gelblicher Saum im Horizontbereich. Durch diese S-Kurve wird auch diese verstärkt. Darum vorallem in diesem Bereich gut maskieren.

Mein nächster Schritt ist eine Korrektur des Weissabgleiches mit der Farbbalance:

Der Weissabgleich ist nicht zu unterschätzen. Ein gelblicher Weissabgleich lässt den Himmel und die Milchstrasse dreckig aussehen. Durch einen eher bläulicher Weissabgleich hingegen ist die Milchstrasse von der Lichtverschmutzung besser abzutrennen und gibt dem Bild ein sauberes Gefühl.

Im nächsten Schritt helle ich die Mitteltöne/Lichter auf. Das gibt dem Bild noch den gewissen Kick um die Milchstrasse strahlen zu lassen:

Ist mir nach diesen Schritten die Lichtverschmutzung zu dominant, entsättige ich die Gelbtöne im Horizontbereich mit einer Farbauswahl. Dies Funktioniert genau gleicht wie beim Einfärben von Dingen (siehe Photoshop Retouch Nr.3). Danach sieht es folgendermassen aus:

Mit einer Tonwertkorrektur schiebe ich den Schwarzpunkt sowie den Weisspunkt näher zusammen. Das hat zur Folge, dass mein Farbspektrum zusammengedrückt wird und mir gesamthaft mehr Kontrast gibt.

Das wär's dann auch schon mit meiner Bearbeitung gewesen. Was ich je nach bedarf noch mache sind folgende 2 Punkte:

1. Farblook geben

2. Vordergrund aufhellen

So einfach sind Sternenbilder zu bearbeiten. Viel wichtiger als das Nachbearbeiten sind jedoch Standort und Einstellungen. Je weniger Lichtverschmutzung, desto weniger Post-Production. Ich verwende übrigens für meine Bilder immer die gleichen Einstellungen:

20s Verschlusszeit / ISO 3200-4000 / f/2.8

Achtung: Die Verschlusszeit variiert je nach Brennweite: Eine gängige Berechnung, um Startrails zu vermeiden, lautet wie folgt: 500/Brennweite in mm = Verschlusszeit. Bei meiner 16mm Brennweite ergibt sich somit eine Verschlusszeit von 31.25. Also bin ich mit 20s deutlich unter der "Verwischungszone".

Cédric

Making Of: Asics Boost Nr.2

Hello!

Ja, wieder mal ein Making Of. Diesmal vom Asics Shoot. Hab mir gedacht das könnte doch noch ein paar Leute intressieren, darum gibt's doch noch ein Making of. So hab ich das ganze gemacht:

 Zuerst einmal die Ausgangsbilder:

Ja, das sind beides keine spektakulären Bilder, aber mit dem richtigen Konzept im Kopf kann man schnell was tolles kreieren. Schnell noch was zum Setup:

Sehr simpel gehaltener Aufbau: 2 Blitze von Links und Rechts, der Hauptblitz mit einer Deep Octabox (linke Seite) gibt dem Schuh weiches aber doch gerichtetes Licht und der rechte Blitz in einem Reflektor, ergibt dann am rechten Schuhteil ein Streiflicht.

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Für den Schuh selber hab ich 6-7 Bilder verwendet (Focusstacking), das gibt dem gesamten Schuh eine knackige Schärfe, die ihn vom Hintergrund nochmals hervorheben lässt.

Nun zum Bearbeiten in Photoshop. Im Allgemeinen nur kleine Veränderungen, Schatten einfügen, Farblook erstellen und noch die Schweife einfügen.

Die Schweife hab ich mit dem selben Pinsel erstellt, welchen ich auch für den Schnee vom Audi-Bild verwendet habe. Was ich geänderte habe sind die Einstellungen. Die werde ich an dieser Stelle nicht nennen, da diese sowieso für jedes Bild anders sind. Was jedoch wichtig ist sind die Übergänge vom Schuh resp. vom Asics-Seitenlogo zu den Schweifen. Am Einfachsten ist es mit der selben Farbe das Seitenlogo in den Schweif übergehen zu lassen:

Das ist's auch schon gewesen. Nicht sonderlich schwierig, aber dennoch sehr tolle Resultate!

Cedric

Photoshop Retouch Nr.3: Färben

Hello!

Heutiges Thema: Färben. Ab und an kann es passieren, dass Farben im Bild nicht ganz aufeinander abgestimmt sind. Neustes Beispiel: Ich habe gerade diese Woche mit Xenia ein Bild für Michael Curti, als Geburtstagsgeschenk, fotografiert. Bildaufbau ist ein pinker Hintergrund, pinke Nike Spikes. Was hat nicht gepasst? Genau: Das Shirt. Was nun? Kein Problem, Photoshop, dein Freund und Helfer ist zur Stelle.

So wird's gemacht:

1. Mit dem Polygon Lasso Tool oder mit dem normalen Lasso Tool eine grobe Auswahl erstellen. Kann man auch mit der Farbauswahl machen, aber wie hier können im Bild ähnliche Farben vorhanden sein, dann geht's nicht. Darum: Lasso Tool

2. Kanten verbessern!

Nachdem die grobe Auswahl gemacht ist, einfach nochmals den Rändern nochmals nachfahren, Photohop errechnet dann aus der groben Auswahl eine sehr detaillierte Auswahl. Wichtig: Smartradius aktivieren.

3. Farbton/Sättigung

 Mit aktivierter Auswahl gleich auf das Farbton7Sättiung-Zeichen klicken. Dadurch wird gleich eine Maske aus der aktivierten Auswahl erstellt.

Jetzt nur noch das Färben aktivieren und den gewünschten Farbton + Sättigung einstellen.

Fertig. Viel Spass

Cedric

Making Of: iPhone 6S

Hello!

Heute: Making of: iPhone 6s

Nice and simple kann ich nur sagen. Dieses Bild ist wirklich keine Hexerei. Der Setaufbau ist einfach, das bearbeiten eigentlich auch.

Was ich gebraucht habe:

-iPhone

-weisse Blätter als Hintergrund

-Unterlage (in meinem Fall eine Mandarine)

-1 Blitz mit Schirm

-Motivation :)

Zum Setaufbau:

Ganz eifacher Blitzaufbau, 1 Speedlight durch den Schrim von rechts Oben auf das iPhone blitzen lassen. Mehr braucht es nicht.

Objektivtechnisch habe ich mit dem 70-200 @200mm gearbeitet. Stichwort Kompression. Verwendete Blende war f/8. 

Zur Technik: Sieht man sich die Werbungen im Fernsehen oder auf Plakaten an, stellt man fest, dass diese Bilder von einer guten Portion Photoshop begleitet sind. Das kann sein, muss aber nicht. Heutzutage wird vor allem im der High-End Produktfotografie viel CGI (ComputerGeneratedImage) eingesetzt. Kein Staub, alles ist blitz-blank und darüberhinaus ist das Produkt immer sehr scharf abgebildet. Aber: Meiner Meinung nach ist dieser Effekt auch mit Focusstacking möglich. Ich habe für mein Bild 4 Einzelaufnahmen verwendet. Hierbei gilt: je weniger desto besser, da Photoshop bei zu vielen Files nicht mehr ganz so gute Dienste leistet.

Man achte auf den oberen und unteren Teil des iPhones: Sogar bei Brennweite 200mm ist der oberen Teil beim Fokussieren auf den unteren Teil leicht ausser Fokus.

Stack man dann diese Files ergibt sich sowas:

Vor und Nach der Retusche.

Fertig.

Cedric

 

 

 

Photoshop Retouch Nr.2: Fake Schnee

Heutige Wetteraussichten: Leichter Schneefall in Photoshop

Nach dem letzten Automotive Shooting habe ich wieder Freude an der Auto-Fotografie gefunden. Meine Idee fürs nächste Bild: Weisses Auto in weisser Landschaft mit Schneefall. Aber wie Petrus will, ist momentan nicht gerade eine winterliche Stimmung vorhanden. Was tun? Genau, einfach in Photoshop Schnee erzeugen. So gets:

1 .Der richtige Pinsel:

Dieser sollte die im Bild gezeigte Form haben. Wichtig ist 2 Punkte zu zeichnen, welche möglichst weit voneinander entfernt sind, da ansonsten ein Muster erkennbar sein wird.

Ohne weitere Einstellung siehts so aus:

2. Weitere Einstellungen:

Gleich rechts neben der Brush-Auswahl kann man die erweiterten Einstellungen öffnen. Im Menu Pinselform interessiert nur der Abstand. Dieser sagt Photoshop wie weit die einzelnen Punkte voneinander entfernt sind. Da der Abstand je nach Bild und Ziel anders ist, an dieser Stelle keine konkrete Zahl.

In den Formeigenschaften nun wichtig die beiden Regler Grössen-Jitter und Winkel-Jitter auf 100% einzustellen. Den Rundheits-Jitter stelle ich meistens auf ca. 40% ein. Grössen-Jitter lässt die einzelnen Punkte in der Grösse variieren, Winkel-Jitter den Pinsel zufällig in jegliche Richtung drehen und Rundheits-Jitter macht die Punkte je nachdem mehr oder weniger zu einem Oval.

Ein Pinselstrich sieht nach diesen Einstellungen so aus:

Um dem Pinsel noch einen wilderen Look zu geben kann man die Streuung aktivieren. Selbsterklärend.

Da Schnee nicht immer gleich dicht fällt, ist es wichtig den Deckkraft-Jitter zu aktivieren. Durch Diesen wird eine einzelne Flocke mehr oder weniger deckend.

Der Pinsel für Schnee ist soweit eingestellt und kann verwendet werden. Wie man ihn verwendet ist aber eine andere Sache:

3. Verschiedene Ebene für Tiefe im Bild

Schnee fällt bekanntlich nicht immer auf der selben Stelle. Deshalb teile ich mir das Bild immer in verschiedene Ebenen ein. Auf jeder Ebene ist die Grundgrösse des Pinsels anders:

Habe ich mir die Ebenen zurechtgelegt und den Schnee mit verschiedenen Grössen auf jeder Ebene gezeichnet siehts wie folgt aus:

Jetzt ist schon mal Schnee im Bild. Was aber auffällt: Der Schnee ist ganz klar vom restlichen Bild abgegrenzt und hat auch keine Bewegung.

Um dem Schnee eine Dynamik zu geben benutze ich für jede Ebene einmal den Gausschen Weichzeichner und die Bewegungsunschärfe:

Schliesslich sieht der Schnee so aus:

4. Wolken simulieren

Wenn Schnee fällt, sieht man oft nicht all zu weit, deshalb füge ich zum Schluss noch Wolken resp. Nebel ein. Als Pinsel verwende ich den ganz normalen Runden, aber mit den Formeingenschaften und Transfer aktiviert. (Selbe Einstellungen wie für den Schnee-Brush)

Done! So einfach gehts!

Cedric

Photoshop Retouch Nr.1: Schärfen in Photoshop

In meiner Serie Photoshop Retouch, versuche ich meine Techniken Euch näher zu bringen. Heutiges Thema: Schärfen in Photoshop

Wieso Schärfen? - Schärfen hat primär einen Grund: Das Bild noch schärfer machen. Sekundär kann man Schärfen nutzen um den Blick des Betrachters auf "Hotspots" zu lenken, beispielsweise die Augen in einem Portrait. Auch zum hervorheben von Details oder feinen Strukturen eignet sich Schärfen. (Bsp. Hautstruktur)

Welche Methode nutze ich? Es gibt eine breite Palette an verschiedene "Sharpen Tools": In Lighroom als auch Photoshop Camera Raw als Slider. In Photoshop gibts unter den Filtern sogar eine eigene Kategorie "Scharfzeichnungsfilter". Ich persönlich nutze keine dieser 3 Varianten, sondern benutze das "Intelligent Sharpening" oder das "High Pass Sharpening". Wieso? Ich habe bedeutend mehr Kontrolle und weiss was ich tue und lasse nicht einfach einen Filter drüberlaufen.

Aber?! Was ist Intelligent Sharpening resp. was ist dieser High Pass Filter?

High Pass Variante

Die High Pass Variante wird wie folgt angewendet.

1. Zuerst alle Ebenen mit dem Befehl Alt+Windowstaste+Shift+E oder Alt+Cmd+Shift+E kopieren

2. Nun muss der Kontrast der Ebene angepasst werden: Bild>Korrekturen>Helligkeit/Kontrast. Den Kontrast auf -50 eintstellen. Wichtig: Früheren Wert verwenden aktivieren.

3. High Pass Filter anwenden: Filter>Sonstige Filter>High Pass. Nun kann der Radius gewählt werden. Ich persönlich verwende 10 Pixel. Dieser Wert variiert natürlich nach der Grösse des Bildes.

4. Die Ebene auf Lineares Licht oder Weiches Licht einstellen. Beachte: Lineares Licht wird mehr Schärfen.

5. Ebenendeckkraft nach Bedarf einstellen.


Intelligent Sharpening

1. Alle Ebenen auf eine kopieren Alt+Windowstaste+Shift+E

2. Nochmals alle Ebenen auf eine kopieren.

3. Auf der unteren Ebene wird jetzt ein Matter machen Filter angewendet. Filter>Weichzeichnungsfilter>Matter machen. Ich benutzte hierbei für den Radius 10 Pixel und für den Schwellenwert 15.

4. Mit der kopierten Ebene wird nun via Bildberechnung ein Highpassfilter für die "matter machen Ebene" berechnent. diese sieht zwar sehr ähnlich aus, ist aber viel genauer. Wichtig hierbei die richtigen Parameter zu verwenden: Bei Ebene muss die "matter machen Ebene" sein, der Mischmodus bei Subtrahiert und für die beiden Zahlen: Skalieren 2 und Versatz 128. 

5. Ist die Ebene berechnet, wird die "matter machen Ebene" gelöscht und die neu berechnete auf lineares Licht gestellt.


Nun kann und darf man sich fragen: Die sehen ja beide exakt gleich aus, wo ist der Unterschied?

Der Unterschied lässt damit erklären, wie die beiden Berechnungen ablaufen: Der High Pass Filter schärft alles in gleichem Mass. Die Intelligent Sharpening Methode, wie der Name verrät, schärft teils stärker und schwächer. Sichtbar ist das ganze im "normalen" Bereich nicht wirklich. Deshalb hier noch 2 Extrembeispiele:

Links: Intelligent Sharpening - Rechts: High Pass

Ganz klar sichtbar sind die wiederkehrenden Farben beim High Pass Filter. D. h. konkret dass es immer einen kleine Farbveränderung geben wird. Zusätzlich hat man diesen Halo Effekt ( Ränder) Beim Intelligent Sharpening ist das nicht der Fall. Darum lässt sich die Intelligent Sharpening Methode auch ohne Probleme anwenden.

Fazit:

Grundsätzlich können beide Varianten verwendet werden. Fakt ist jedoch, dass mit der Intelligent Sharpening Methode genauere Resultate erzielt werden können. Ein intelligenteres Schärfen ohne Farbveränderung. Ich nutze seit ca. 3 Monaten nur noch diese Methode.

Cedric